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Homeoffice – gar nicht so einfach konzentriert zu sein!

In der heutigen Zeit ist das Arbeiten in Homeoffice schon lange keine Seltenheit mehr. Für manch einen ist das häusliche Büro der Hauptarbeitsplatz, manche greifen nur gelegentlich auf die Möglichkeit zurück. Gerade in Zeiten von Corona setzen viele Unternehmen darauf die Mitarbeiter in der Heimarbeit vor einer Ansteckung zu schützen.

Doch welche Rechte hast du eigentlich im Homeoffice? Und wie kannst du dich auf effektive Arbeit fokussieren?

Hast du ein Recht auf Homeoffice?

Klares Nein auf diese Frage! Arbeitgeber in Deutschland, Österreich und der Schweiz können selbst entscheiden, ob sie den Arbeitnehmern die Möglichkeit zum Homeoffice einräumen. Darauf bestehen darf niemand.

Hast du allerdings die Freigabe deines Arbeitgebers, bestehen für die die gleichen Rechte wie im Büro: Du darfst nicht länger als die vertraglich geregelte Arbeitszeit arbeiten, die normalen Pausenzeiten stehen dir zu und die bist in der Pflicht deine Arbeitszeiten zu dokumentieren.

Bist du nur im Ausnahmefall im Homeoffice, gibt es keine Vorschriften für deinen Arbeitsplatz. Das kann am Küchentisch oder im Wohnzimmer sein. Wird dein Zuhause jedoch zur Hauptarbeitsstätte, müssen arbeitsschutzrechtliche Vorgaben erfüllt werden. Dein Arbeitgeber trägt die Verantwortung, sodass er sogar befugt ist, deinen Homeoffice-Platz einzusehen und abzunehmen.

Kommt es in deinen vier Wänden während deiner Arbeitszeit zu einem Unfall, greift die gesetzliche Unfallversicherung. Voraussetzung ist, dass du währenddessen wirklich einer beruflichen Tätigkeit nachgegangen bist. Stehst du auf um dem Postboten zu Öffnen, oder dir ein Wasser nachzugießen, gilt es nicht als Arbeitsunfall.

Ein Recht auf Homeoffice hast du übrigens trotz Corona nicht. Wer aus Angst vor einer Ansteckung darauf besteht Zuhause zu arbeiten, riskiert seinen Arbeitsplatz. Viele Unternehmen in denen es sonst kein Thema war, bieten nun Homeoffice an oder bitten ihre Mitarbeiter von Zuhause aus zu arbeiten. Um Sozialkontakte zu vermeiden und eine Ausbreitung der Viren zu vermindern, sollte eine Vereinbarung zum Homeoffice getroffen werden.

 

 

Sei produktiv, lass dich nicht ablenken

Nirgends ist es so leicht, sich von der Arbeit ablenken zu lassen, wie Zuhause. Schnell einmal die Waschmaschine einschalten, kurz mal die Post sortieren und was sagt die Insta Timeline? Wichtig ist, dass du dich fokussierst und dir ein gutes, angenehmes Arbeitsumfeld schaffst.

Ein ruhiger Arbeitsplatz

In deiner Küche herrscht das Chaos und im Wohnzimmer stehen noch die Gläser von gestern Abend? Schaffe vorab Ordnung, um einen klaren Kopf zu bewahren. Setze dich aufrecht an einen Tisch, auf dem dein Laptop gut stehen kann. Nach Möglichkeit solltest du einen externen Bildschirm, eine Maus und eine Tastatur verwenden. So kannst du ergonomischer und effektiver arbeiten.

 

 

Mach mal Pause

Auch wenn es nicht in die gemeinsame Mittagspause mit den Kollegen geht, solltest du auf deine Pausenzeiten achten. Entferne dich zum Mittagessen bewusst von deinem Arbeitsplatz oder klappe zumindest den Laptop zu. So können sich Augen und Kopf etwas erholen und die Tastatur bleibt von Krümeln oder klebrigen Essensresten befreit. Achte auf deine Arbeitszeit. Wenn es dir schwerfällt zu Hause die Zeiten einzuhalten, stelle dir einen Wecker und wenn die Arbeitszeit beendet ist, klappe den Laptop zu. Ab einer gewissen Uhrzeit bist du nicht mehr voll konzentriert.

 

Zu Hause zur Arbeit gehen

Richte dir einen Arbeitsbereich ein, der von wenig Freizeit beeinflusst wird. Ideal ist es zum Beispiel, wenn du nicht jeden Tag woanders sitzt, sondern deinen Laptop stehen lassen kannst. So verbindest du den Platz mit Arbeit und bist konzentrierter.

Auch wenn die Versuchung groß ist, schalte nicht den Fernseher an! Deine Aufmerksamkeit wandert automatisch immer wieder zum Bewegtbild. Um dich wirklich auf einen Arbeitstag einzustellen, ist es außerdem ratsam morgendliche Ritual bei zu behalten. Wer im Schlafanzug vor dem Rechner sitzt oder gar direkt aus dem Bett arbeitet, ist nicht voll bei der Sache. Wer sich zurechtmacht, als würde er ins Büro gehen, ist auch zu Hause dynamischer und professioneller.

Die Kollegen nicht aus den Augen verlieren

Halte auch von zuhause den Kontakt zu deinen Kollegen. Viele Unternehmen setzen auf Firmen-Chats, in denen ihr euch kurz abstimmen und austauschen könnt. Eine regelmäßige Telefon- oder Videokonferenz bringt alle auf einen Wissensstand und ermöglicht euch über das Teilen des Bildschirms auch den visuellen Austausch.

Zu Hause mit Kids

Schulen und Kitas sind geschlossen und der Arbeitgeber ordnet Homeoffice an. Keine leichte Aufgabe, effektiv zu arbeiten, wenn man zeitgleich als Mami oder Papi abrufbar ist. Da ist es hilfreich, gerade den Kleinsten die Situation zu erklären: Mama/Papa hat nicht frei und kann leider nicht die ganze Zeit spielen. Plane deine Kleinen in die Pausen mit ein. Esst zusammen Mittag und spielt direkt nach dem Feierabend. Dazwischen müssen sich die Kinder alleine beschäftigen – malen, puzzeln, Hörspiele. Ein räumlich abgegrenzter Arbeitsbereich ist auch für Kinder hilfreich. Wer hier sitzt, der arbeitet und darf gerade nicht gestört werden.

Wenn es dein Job und dein Arbeitgeber erlauben, kannst du deine Arbeitszeit auch in Abend verlegen. Wenn die Kleinen schlafen, ist es herrlich ruhig im Homeoffice.

Die letzte Rettung kann auch eine Ausnahme sein – die aktuelle Situation erlaubt manchmal unübliche Maßnahmen. Wenn du wirklich Ruhe brauchst, kannst du deine Kinder auch mal am Tag fernsehen oder vielleicht ein Spiel am Tablett spielen lassen. Das ist eine Ausnahme, das kannst du ihnen klarmachen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

 

#stayhome #staystrong #staysafe

Ich bin dein lokaler Gastgeber und freue mich, dir persönlich Insidertipps zu geben.

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