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Polen Kultur pur

Australier in Krakau, Teil II

By Sarah Friggieri, www.glutenfreefoodie.com.au 

 

Teil I, HIER

 

Sarah Friggieri ist eine Bloggerin aus Australien, die verschiedene Länder in Europa bereist, darunter auch Polen. In Teil 1 der Story erklärt sie, warum sie sich für Krakau als Reiseziel entschieden hat und was ihre ersten Reaktionen und Emptionen nach dem Besuch in Auschwitz waren. Hier, im zweiten Teil, erfahrt ihr, wie es weitergeht.

 

©Sarah Friggieri
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Rund zwei Stunden später wurden wir zum Lager Birkenau gebracht und der Schock war uns sofort ins Gesicht geschrieben. Die schiere Größe des Lagers erklärt, wie es möglich war, dass so viele Juden unter der Naziherrschaft ihr Leben verloren. Die Sonne war erdrückend heiß, wir gingen denselben Weg, wie damals jene, die vom Zug aus zu den Gaskammern (wenn sie die Auswahl nicht bestanden hatten) und zu ihrem schrecklichen Ende geführt wurden. Zum Unterschied hatten wir jedoch Wasser mit uns, damit wir nicht in Ohnmacht fielen, und außerdem würden wir schließlich wieder als freie Menschen aus dieser Hölle gehen dürfen. Als die Deutschen erfuhren, dass die Russen auf dem Vormarsch waren, jagten sie sämtliche Gaskammern hier in die Luft, um jegliche Beweise ihrer Verbrechen zu verschleiern – Feiglinge – also ist das meiste was übrig geblieben ist nur bröckelnde Ruinen. Ein noch stehendes Gebäude, dass mich sehr berührte, ist die Schlafbaracke für jene Frauen, die kaum mehr arbeiten konnten. Sie schliefen zu fünft in einem „Bett“ (eigentlich nur ein einfaches Holzbrett) und sie hatten sicherlich alle darin Platz, wenn man bedenkt, wie unterernährt sie waren. Die Betten waren dreistöckig, wobei die schwächsten Frauen am Ziegelboden schlafen und auch ihre Notdurft dort verrichten mussten. Fast genauso traurig ist, dass einige Besucher dieser UNESCO-Welterbestätte ihre Namen und das Datum ihres Besuchs in die Wand des Gebäudes ritzen. Wo ist da der Respekt?

 

Nach einem emotional anstrengenden Tag war ich äußerst dankbar, wieder ins Vienna House zurückzukehren, mir ein Bad einzulassen und den Stress, der meinen Körper und meine Seele belastete, einfach „wegzubaden“. Danach war es Zeit fürs Mavericks, das neue California Kitchen Restaurant im Hotel, für ein exquisit zubereitetes glutenfreies Dinner – ideal gelegen für alle, die nur mal schnell einen Kaffee auf ihrem Weg von der Altstadt zum Hauptbahnhof und dem Shoppingkomplex Galeria Krakowska holen wollen.

©Sarah Friggieri
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Für mich ging es darum, in die Lounge einzutauchen, das tropische Ambiente aufzusaugen und einem Abendmahl frönen, wovon ich wusste, dass es für mich als Zöliakie-Betroffene unbedenklich zu essen war. Da ich mich nicht für eine einzige Vorspeise entscheiden konnte, wählte ich sowohl die würzige Maiscremesuppe als auch die Bruschetta ähnlichen gefüllten Taco-Shells – unterschiedliche Geschmacksrichtungen, die mich fast dazu verleiteten, nach mehr zu verlangen. Ich hielt mich jedoch zurück und bevorzugte stattdessen das gebackene Zitronenhähnchen auf Basmatireis, ein leichtes aber sättigendes Gericht voll von süßen Gewürzen. Nach dem Abendessen ging ich zur gegenüberliegenden Bar Smok mit ihrem tollen Ambiente für ein kostenfreies Glass Wein (der Umwelt zuliebe hatten wir uns entschieden, auf die Zimmerreinigung zu verzichten und erhielten dafür einen Getränkegutschein als Dankeschön).

©Sarah Friggieri
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STAY / Vienna House Andel’s Cracow / Vienna House Easy Cracow
Das einzige, was ich an unserem Besuch bedauere, ist dass ich bei der Planung Krakau nicht mehr Zeit einräumte. Hier gibt so viel zum Entdecken: das jüdische Viertel, die Altstadt, das mittelalterliche Salzbergwerk Wieliczka. Bei meinem nächsten Besuch (wie kann ich wiederstehen?) werde ich diese Ziele sicher unterbringen – mit Vienna House als mein Homebase.

 

Ich bin dein lokaler Gastgeber und freue mich, dir persönlich Insidertipps zu geben.

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