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Zeit für einen guten Tee

Tee – so kurz das Wort, so lang die Geschichte, so groß die Vielfalt an Sorten und Farben, so spannend das Spektrum an Aroma und Geschmack. Tee ist seit Jahrtausenden ein unersetzliches Getränk. Und je kälter die Tage werden, desto höher steigt der Teekonsum.

Hochklassige Tees in exklusiver Reinheitsform und in schier unerschöpflichen Geschmacksvariationen werden überall angeboten. Man trinkt bewusst Tee. Das Equipment muss natürlich auch entsprechen und der Tee in angemessenem Rahmen zelebriert werden. Die Präsentation reicht von stylish bis verspielt, von romantisch in feinstem Porzellan bis zu exklusiv in kristallklarem Glas.

Tee ist nicht gleich Tee

Für die Herstellung von Tee – mit Ausnahme von Kräuter- und Früchtetee – werden nur die oberste Blattknospe und die beiden jüngsten Blätter des Teestrauchs von Hand gepflückt. Für Spitzentees sind fünf aufwendige Arbeitsgänge notwendig: Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen und Sortieren. Dies geschieht zum größten Teil in mühevoller Handarbeit. Verständlich, dass manche Teesorten hohe Preise erzielen. Ein Aufguss aus Kräutern, Blättern, Wurzeln, Gewürzen oder Früchten, aber auch der beliebte koffeinfreie afrikanische Rooibos oder Honeybush sind streng genommen kein Tee, sondern eine Infusion. Von Tee spricht man beim Genuss von Schwarz-, Weiß- oder Grüntee in Reinform. Der Unterschied zwischen schwarzem- und grünem Tee liegt allein in der Fermentation.

Die wichtigsten Anbaugebiete der Welt…

…sind Indien, Sri Lanka, China, Taiwan, Indonesien, Japan und Ostafrika. Die hochwertigen Teequalitäten stammen großteils aus den hochgelegenen Teegärten von Darjeeling am Fuße des Himalaya, aus dem zentralen Hochland von Sri Lanka (Ceylon), aus den chinesischen Provinzen Keemum, Sezchwan, Yunnan, Fujian und Anhui und aus Japan. Hier wird ausschließlich Grüntee produziert, der an den Hängen des heiligen Berges Fuji und in Kyoto kultiviert wird. Für besonders hochwertige Sorten weißen Tees, wie den Yin Zhen (Silbernadel) aus der chinesischen Provinz Fujian, werden nur ungeöffnete Blattknospen des Teestrauches verwendet. Für ein Kilogramm dieser Spezialität werden rund 30.000 handgepflückte Knospen benötigt. Früher war dieser Tee dem chinesischen Kaiserhaus und dem Hochadel vorbehalten.

Gewusst wie

Anders als der Schwarztee, sollten Grüner- und Weißer Tee nie mit siedendem Wasser aufgebrüht werden, da dies das feine Aroma dieser Teesorten zerstört. Optimal ist eine Temperatur von rund 80 °C. Also das Wasser aufkochen, abkühlen lassen und erst dann aufgießen. Zu beachten ist auch, dass nur reines, weiches Wasser das Teearoma voll zur Geltung bringt. Die optimale Ziehzeit eines Tees hängt vor allem vom Teegenießer selbst ab. Eine Richtlinie: Grüntee und andere unfermentierte Spezialitäten benötigen nur ein- bis drei Minuten, während Schwarztee mindestens zwei- bis vier Minuten ziehen sollte. Eine Viertelstunde Minimum sollte man für eine gute Tasse Tee auf alle Fälle einplanen – mit Ziehzeit und Abkühlen. Tee ist nichts für Eilige.

Für die Gesundheit

Längst hat sich herumgesprochen, dass regelmäßiger Teegenuss mit einer Vielzahl positiver gesundheitlicher Effekte in Verbindung gebracht wird, da er zahlreiche Mineralstoffe, Antioxidantien und Vitamine enthält. Doch Tee wirkt nicht nur von innen – auch in zahlreichen Beautyprodukten finden sich mittlerweile wertvolle Teeextrakte.

Wussten Sie eigentlich…

…, dass der heutige Teebeutel eigentlich aus Sparmaßnahmen erfunden wurde? Um den Versand der großen, schweren Dosen zu sparen, füllte der amerikanische Teehändler Thomas Sullivan 1904 erstmals die Ware in kleine, platzsparende Seidenbeutel ab. Die Kunden aus Übersee hängten aus Bequemlichkeit gleich die Beutel ins heiße Wasser. Von da an war die Nachfrage ungebrochen.

 

 

Ich bin dein lokaler Gastgeber und freue mich, dir persönlich Insidertipps zu geben.

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