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Weihnachtszauber in Dresden

In der Adventszeit verwandelt sich Dresden in eine leuchtende und besinnliche Weihnachtsstadt. Die sächsische Landeshauptstadt ist ohnehin im gesamten Jahr eine Reise wert. Der weihnachtliche Zauber ist hier aber noch mal etwas ganz Besonderes.

 

Die Dresdner Innenstadt wird in diesen Tagen von elf thematisch unterschiedlichen Weihnachtsmärkten geschmückt. Neben dem großen Striezelmarkt hat auch der weihnachtliche Handwerksmarkt an der Frauenkirche eine lange Tradition. Eine acht Meter hohe und begehbare Pyramide ist Wahrzeichen des Marktes. Rundherum sind Handwerkskunst aus dem Dresdner Umland und historische Zünfte zu bewundern. Begleitet wird alles von weihnachtlicher Musik von Kirchenchören bis Kurrendesängern.

Abendaufnahme; Blick von der Heinrich Schütz Residenz auf den Neumarkt mit der Frauenkirche Dresden und den Weihnachtsmarkt ‚Advent auf dem Neumarkt‘. Foto: Prof. .Jörg Schöner (DML-BY)

Wenn die „Dresdner Winterlichter“ entlang der Prager Straße erstrahlen, legt sich ein Zauber über die bekannte Shoppingmeile. Zum Abend wird der 15 m hohe Weihnachtsbaum mit Beleuchtung in Szene gesetzt. Mit musikalischer Untermalung kann es festlicher kaum sein.

Partystimmung und Hüttengaudi sind ebenfalls im Stadtzentrum zu finden. Direkt am Postplatz lädt der Hüttenzauber zur Après-Ski-Party und ist bis zum 22.12. mit Hüttenbar, Curling-Bahn und Event-Hütte Anziehungspunkt für Feierfreudige.

Deutlich romantischer geht es am Dresdner Residenzschloss zu. Historische Marktstände versprühen vor beeindruckender Kulisse weihnachtlichen Glanz. Ein einzigartiges Eislauferlebnis gibt es im Innenhof des Taschenbergpalais. Fantastisch ausgeleuchtet lockt die romantische Eisbahn zum winterlichen Vergnügen.

 

Der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands

Mit Stolz schauen die Dresdner auf eine lange weihnachtliche Tradition zurück. Im Jahre 1434 lies Kurfürst Friedrich II. erstmals einen freien Markt auf dem Altmarkt ausrichten. Zunächst ein reiner Fleischmarkt wurde das erfolgreiche Ereignis über die Jahre um viele Waren erweitert. Über Jahrhunderte wurde daraus mit dem Striezelmarkt einer der beliebtesten Weihnachtsmärkte Deutschlands.

Der 582. Dresdner Striezelmarkt. Foto: ddpix.de (DML-BY)

Buntes Markttreiben, leckere Köstlichkeiten und traditionelle Handwerkskunst aus dem Erzgebirge zaubern eine einzigartige Atmosphäre. Nirgends sonst ist die Vielfalt an kunstvoll handgeschnitzten Pyramiden, aufwendig verzierten Schwibbögen und liebevoll gestalteten Räuchermännlein größer.

Die größte erzgebirgische Stufenpyramide der Welt ist auch in diesem Jahr beliebtes Fotomotiv. In den Schauwerkstätten können Besucher den Kunsthandwerkern über die Schulter schauen.

Jeden Freitag, Samstag und Sonntag gibt es zusätzlich traditionelle Programmpunkte und Feste. Highlight am 2. Adventswochenende ist das Stollenfest. Ein weihnachtlicher Festumzug zieht sich durch die barocke Altstadt. Auf dem Striezelmarkt wird ein Riesen-Stollen vom „königlichen Hofbäckermeister“ und dem Dresdner Stollenmädchen angeschnitten.

 

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (2. v.l.) und weitere glückliche Akteure auf der Striezelmarktbühne beim 24. Dresdner Stollenfest nach dem Anschnitt des Riesenstollens. Foto: Schutzverband Dresdner Stollen e. V., Michael Schmidt (DML-BY)

Am 3. Adventswochenende steht die Handwerkskunst im Fokus. Beim Pyramidenfest am Samstag und dem Schwibbogenfest am Sonntag geht es um die Geschichte der Traditionsstücke.

Musikalisch wird es am 4. Adventswochenende beim Dresdner Weihnachtsliederabend und dem Tag der Dresdner Kreuzkirche.

 

 

 

Backen von echten Dresdner Christstollen. Foto: Schutzverband Dresdner Stollen e. V., Katharina Grottker (DML-BY)

Doch was ist eigentlich ein „Striezel“?

Dabei handelt es sich um ein weltberühmtes weihnachtliches Backwerk welches heute den Namen „Dresdner Christstollen“ trägt.

Im Mitteldeutschen ist dies ein Hefeteig, welcher mit Sultaninen und Orangeat verfeinert und als geflochtener Zopf gebacken wird. Neben dem Dresdner Stollen gibt es zahlreiche Varianten zum Beispiel mit Marzipan, mit Nugat- oder mit Mohn-Füllung.

 

 

Kinderbasteln im Pflaumentoffelhaus. Foto: Sylvio Dittrich (DML-BY)

Ein Schornsteinfeger aus Obst?

Wer Dresden in der Weihnachtszeit besucht, kommt um die Pflaumentoffel nicht drum herum. Was sind das für lustige Knollen-Männchen?

Häufig sind Pflaumentoffel als Schornsteinfeger zu erkennen. Dies ist auf die verarmten Kinder des 16. Jh. zurück zu führen, welche für die Essenkehrmeister arbeiteten und in die Schlote der Stadthäuser krochen, um sie zu reinigen. Im 19. Jh. waren es erneut Kinder armer Familien, die die Pflaumentoffel bastelten und aus Bauchläden in der Weihnachtszeit zum Kauf anboten.

Heute ist der Pflaumentoffel in allen erdenklichen Motiven erhältlich, gilt als Glücksbringer und ist beliebtes Mitbringsel aus dem weihnachtlichen Dresden.

 

STAY | Vienna House QF Dresden

 

Ich bin dein lokaler Gastgeber und freue mich, dir persönlich Insidertipps zu geben.

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