• Face2Face - February 2017 - Smile
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Österreich

Face 2 Face: Julia Pramschüfer

Julia Pramschüfer ist Interior Designer bei Vienna House und für die großartige Einrichtung der Hotels verantwortlich. Mit großer Leidenschaft für die schönen Dinge im Leben geht sie ihrer Arbeit nach. Das Besondere der Branche bringt sie uns hier näher:

Face2Face - February 2017 - Smile

Gab es diesen „einen“ Moment, zu dem du dich für eine Zukunft als Innenarchitektin entschieden hast?

Nein, das war ein fließender Prozess. Die Leidenschaft für Design wurde mir zu Beginn durch meine Familie mitgegeben. Mein Opa hat beispielsweise Möbel gesammelt und mir dadurch ein Gefühl für Design vermittelt. So habe ich mein erstes Taschengeld, anstatt für Kleidung oder Spiele, für Einrichtung ausgegeben.

Und dann gab es noch die „Wow-Momente“, die ich mich beim Entdecken von spannenden Gebäuden geprägt haben. Architekturbezogen ist mir die Pinakothek der Moderne in München als Erstes in Erinnerung geblieben.  Hier hat die Anordnung der Räume, gepaart mit dem Lichtspiel, etwas ganz Beeindruckendes. Da habe ich erkannt, dass ich auch etwas erschaffen will, das man erleben kann.

Welches Möbelstück ist für dich ein absoluter Design-Klassiker?

Definitiv der Tulip Eero Saarinen Tisch. Das ist ein runder Esstisch mit einem geschwungenen, metallenen Fuß und einer weißen Marmorplatte. Mein Vater hat ein Modell von meinem Opa bekommen und auch mein Vater hat mir einen geschenkt. Leider ist er schwierig zu transportieren und so steht dieser noch bei meinen Eltern zu Hause. Doch ich freue mich stets, ihn wiederzusehen.

Welches Projekt hat dich besonders geprägt?

Emotional hat mich mein erstes eigenständiges Projekt während meiner Studienzeiten am meisten geprägt. Die Eltern meiner besten Freundin haben ein Naturstamm-Blockhaus zur Nutzung als Ferienhaus gebaut. Hierbei durfte ich den kompletten Innenraum gestalten. Ich war das erster Mal von Anfang bis Ende bei einem Projekt involviert. So war ich beginnend beim Fällen der Baumstämme, über das Entrinden, bis hin zur Montage der Möbel beteiligt. Den Bauprozess schrittweise mitzuerleben war etwas ganz Besonderes.

Was ist das Besondere am Entwickeln von Designkonzepten für Hotels?

Das Hotel an sich ist spannend. Es handelt sich um einen eigenen Mikrokosmos, in dem sich Privates und Öffentliches trifft und sich somit viele Anforderungen auf kleinem Raum erfüllen müssen. Beim Entwicklungsprozess von einem neuen Konzept löst man sich aber teilweise davon und kann so immer wieder Neues wagen. Viele Erfahrungen und Bedürfnisse verbinden sich zu einer neuen Idee, durch die sich im besten Fall alle willkommen fühlen.

Wie das aussehen kann, ist standort- und produktspezifisch. In Berlin macht unsere Guglhupf-Lounge in der offenen Lobby auf sich aufmerksam – eine Reminiszenz auf die Wiener Kaffeehauskultur, modern umgesetzt.

Face2Face - February 2017 - Shoes

Was macht das Easy-Konzept so besonders für dich?

Es ist bodenständig und ehrlich, mitunter auch, weil wir darauf achten, authentisch zu sein. Außerdem strahlt es Fröhlichkeit und positive Energie aus und wird stets individuell angepasst, ohne irgendetwas zu verkomplizieren … ganz einfach easy.

Woher nimmst du deine Inspiration?

Das Finden von Inspiration passiert ständig und überall. Angefangen vom bewussten Suchen auf Messen, über das Folgen von Pinterest- und Facebook-Seiten, bis zu zufälligen Entdeckungen unterwegs, z.B. in Cafés und Museen. Ich adaptiere Ideen und lasse sie in einem anderen Kontext neu entstehen.

Face2Face - February 2017 - Summer

Welchen Rat würdest du dem Nachwuchs mit auf den Weg geben?

Praktische Erfahrungen sammeln, anpacken und miterleben! Das ist das A und O – Dinge selbst in die Hand nehmen, um die besten Lösungen finden zu können. Außerdem sollte man stets hinter dem, was man macht, stehen können.

Kannst du eine lustige Geschichte aus deinem beruflichen Alltag erzählen?

Lustig ist es, wenn mich Gäste, beispielsweise im Aufzug, auf die tolle Einrichtung hinweisen. Dann muss ich immer schmunzeln. Positive Erlebnisse, wie diese, freuen mich sehr, schließlich geht es ja darum, dass die Besucher und Gäste Spaß an dem haben, was wir bauen.

Als Online Communication Coordinator und Bloggerin ist sie ständig auf der Suche nach neuen Trends im Internet. Ruhe findet sie besonders auf Reisen in fremden Ländern und im Kreise ihrer Familie.

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