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International Kultur pur

Bereit für den Jahreswechsel

Silvester steht vor der Tür und damit auch eine ganze Reihe an Traditionen und Bräuchen, die mich unter anderem schon seit meiner Kindheit durch mehr Neujahrsnächte begleitet haben als mir lieb ist. Und in der besinnlichen Zeit rund um das Fest der Feste drängt sich die Frage förmlich auf: Wie feiern wir Österreicher eigentlich den Jahreswechsel und was unterscheidet das Fest in der Alpenrepublik von anderen europäischen Ländern. Ich habe mir das mal genauer angesehen …

 

Die Österreicher tanzen …

Was klingt wie das schlimmste Klischee – und auch der Verfilmung von Sissi mit Romy Schneider entspringen könnte – ist meine liebste Silvestertradition: Wenn pünktlich um Mitternacht die Pummerin läutet und die ersten Klänge des Donauwalzers zu hören sind, begibt sich der Österreicher auf die Tanzfläche und zieht seine Kreise. Wem der olle Walzer zu einfach ist probiert‘s links herum. Die Profis prahlen mit dem Fleckerl auf einer vereisten Fläche. Wer sich dann noch nicht den Fuß gebrochen hat, genießt das Feuerwerk bei Sekt und Feuerwerk.

 

Frankreich geht baden

Wer sich in der Bretagne richtig traditionell auf das neue Jahr vorbereitet, der nimmt noch schnell ein erfrischendes Bad im Ozean. Was schon in den Sommermonaten Einiges an Überwindung kosten kann, scheint im tiefsten Winter schier unmöglich. Gut zu wissen: Die Franzosen wünschen sich noch am 31. Dezember ein schönes neues Jahr – ab dem 1. Jänner bringt das dann Unglück.

 

Glück und Gesundheit in Polen

In Polen begeht man den Jahreswechsel geordnet. Als Belohnung für all die Mühen winken Gesundheit und Glück. So empfiehlt es sich vor dem Start ins neue Jahr alle Schulden zu begleichen und die Speisekammer aufzufüllen. Der Boden wird allerdings nicht gewischt, denn man könnte so das Glück wegwischen. Oberste Regel: Gut gestylt in die Silvesternacht – am besten mit einem neuen Teil – Glück und Liebe winken auch hier als Belohnung.

 

Trauben in Spanien

Kurz vor Mitternacht versammeln sich viele Spanier auf öffentlichen Plätzen, um ein ausgefallenes Neujahrsritual zu zelebrieren. Zu jedem der 12 mitternächtlichen Glockenschläge wird genau eine Weintraube verzehrt und in Gedanken jeweils ein Wunsch für das kommende Jahr formuliert. Wer beim zwölften Glockenschlag nicht alle Trauben restlos verputzt hat, dem droht im neuen Jahr Ungemach. Ausschlaggebend für den zeitlichen Ablauf dieses Rituals sind die Glockenschläge der Rathausuhr in der spanischen Hauptstadt Madrid. Da jeder Glockenschlag drei Sekunden nachhallt, beginnt das gemeinschaftliche Traubenessen bereits 36 Sekunden vor Mitternacht.

 

Poltern in Dänemark

Zu den traditionellen dänischen Gewohnheiten gehört in der Neujahrsnacht das Zerbrechen von Geschirr vor der Tür von Freunden und Verwandten. Dieses dänische Ritual symbolisiert Freundschaft und Verbundenheit und soll den vertrauten Personen Glück für das kommende Jahr bringen. Als ungeschriebene Regel gilt: Je mehr zerschmetterte Teller und Tassen vor der Haustür liegen, desto glücklicher wird das neue Jahr.

 

Mit diesem Wissen an internationalen Bräuchen steht einem ausgelassenen Fest nichts mehr im Wege. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden u welcher Party ich gehe – denn auch das gehört zu den altbekannten Problemen zu Silvester.

 

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Als Communication Managerin liebt Claudia Katzen und das Internet. Dort findet sie nicht nur die neuesten Mode- und Designtrends, sondern auch Inspirationen für die nächste große Reise.

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